Flöteninstrumente

Flöte – kennt doch jeder… oder?

Wahrscheinlich schon. Sicherheitshalber geben wir hier trotzdem eine Definition: Die Ton wird dadurch erzeugt, dass die Anblasluft auf eine scharfe Kante trifft, wo sie, bedingt durch schnelle Druckschwankungen im Instrument, abwechselnd nach außen und innen abgelenkt wird; dadurch entsteht die Schwingung, die den Ton ausmacht. Dieses Prinzip findet seine Anwendung bei einer Vielzahl grundverschiedener Instrumente auf der ganzen Welt. Nach der Form unterteilt man sie in Quer- und Längsflöten; nach der Methode, wie die Luft gegen die scharfe Kante (bei Blockflöten spricht man von der Labialkante, bei Querflöten von der Anblaskante) gelenkt wird, in Kernspalt- und Blaslochflöten.

Flöte aus Schwanenknochen, Fundort Geißenklösterle. Bildquelle:  www.geo.uni-tuebingen.de
Flöte aus Schwanenknochen, Fundort Geißenklösterle.
Bildquelle: www.geo.uni-tuebingen.de

Flöten gab es bereits in prähistorischer Zeit. Die ältesten erhaltenen Instrumente überhaupt sind ca. 42.000 Jahre alte Knochenflöten, die im Jahr 1990 auf der Schwäbischen Alb (Geißenklösterle bei Blaubeuren) gefunden wurden. Von diesen Flöten bis zu den in der Ausstellung gezeigten war es natürlich zeitlich wie technisch noch ein sehr weiter Weg.

Alles, was wir heute als Flöte kennen, gab es bereits in der Renaissance prinzipiell, allerdings doch hier und da mit gewissen Unterschieden zu den heutigen Instrumenten.

Wir zeigen in dieser Ausstellung vier verschiedene Gattungen aus der Familie der Flöteninstrumente: