Richard Wagner

* 22. Mai 1813 in Leipzig
† 13. Februar 1883 in Venedig, beerdigt in Bayreuth

Wagner hielt sich von 25. bis 28. August 1861 in Mödling auf.
Darüber schrieb er in einem Brief an Mathilde Wesendonck: herrliche Auen und Bergwälder….das reizende Tal der Brühl, schied von dort tief beruhigt, versöhnt und beglückt.

Zweck von Wagners Aufenthalt war ein Besuch bei dem Operntenor Alois Ander zur Einstudierung der Partie des Tristan für die Uraufführung an der Wiener Hofoper. Ander jedoch, im Mai desselben Jahres als Lohengrin in Wien gefeiert, litt an einer lang anhaltenden hartnäckigen Stimmlosigkeit, sodass die Uraufführung von „Tristan und Isolde“ in München stattfand.

Die „Tristan-Probe“ fand im sog. Wagner-Stöckl im großen, bis zur Parkstraße reichenden Garten des Hauses Pfarrgasse 6 statt.

Abriss des angeblich verkehrsbehindernden Wagner-Stöckls im Jahr 1955.
Sicherstellung von Objekten daraus durch den Mödlinger Museumsverein: oberer Teil einer weiß gestrichenen Tür, auf der sich ein kurzes, mit Bleistift geschriebenes Gedicht, befindet, das der Überlieferung nach Richard Wagner in launiger Stimmung am 24. August 1859 spät am Abend an die Tür geschrieben haben soll – allerdings geht aus der Wagnerforschung bzw. der Biographie Richard Wagners hervor, dass er 1859 weder in Wien noch in Mödling war.

Die heutige Kowatschitsch Gasse hieß früher Ander Gasse.