Karl Etti

(26.10.1912 – 15.4.1996)

„..so wird bei Etti ein unmittelbarer Bezug zu Haydn, Mozart und Beethoven besonders deutlich durch seine zahlreichen Variationswerke auf Themen dieser Meister sichtbar.“ (Programmeinführung des Instituts für Österreichische Musikdokumentation anlässlich der Aufführung seiner Werke am 26.5.2004 in der Österreichischen Nationalbibliothek).

Schule: Studierte an der Hochschule für Welthandel und an der Wiener Musikakademie (Schüler von Joseph Marx, Felix Weingartner und Josef Krips), Staatsprüfung für Klavier.

Lebenslauf:

  • 1937/38 Kapellmeister der Wiener Sängerknaben
  • 1938–1945 Dirigent an deutschen Bühnen
  • 1945–1947 Dirigent der Wiener Staatsoper
  • ab 1945 Dirigent bei Radio Wien, Gastdirigent der Wiener Symphoniker und des Niederösterreichischen Tonkünstlerorchesters
  • ab 1948 Chormeister des Wiener Männergesang-Vereines
  • 1947–1964 Leiter der Sängerknaben vom Wienerwald
  • 1956–1962 Lehrer am Konservatorium Prayner
  • 1962 ord. Prof. an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien (Opernschule und -dirigieren; 1983 emeritiert)
  • Lebte in Brunn am Gebirge, verstorben in Mödling.

Berufung: Chorleiter, Kapellmeister, Dirigent und Komponist

Kompositionen: Sein Stil gilt als postromantisch:

  • Oper „Dagmar“
  • Singspiele
  • Bühnenmusik
  • Oratorium „Artaban“
  • Kammermusik
  • Chor- und symphonische Werke
  • Musik für Kultur- und Werbefilme
  • Musik für die Austria-Wochenschau
  • U-Musik: Konzertwalzer „Souvenirs“, Ländler „Kärntner Weise“, „Montenegro-Suite“, „Wiener Festmusik“

Ehrungen:

  • 1952 Staatspreis für Musik
  • 1958 Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland
  • Förderungspreis der Stadt Wien 1961
  • Würdigungspreis des Landes Niederösterreich 1962
  • Ehrenchormeister des Österreichischen Sängerbundes
Jubiläumskonzert für Karl Etti in Brunn am Gebirge