Anton von Webern

 

*3.12.1883 in Wien als Sohn von Karl Freiherr von Webern, einem Bergbauingenieur
†15.9.1945 in Mittersill/Salzburg, irrtümlich erschossen von einem US-Soldaten

1906 Dr.phil. (Studium der Musikwissenschaften an der Universität Wien bei Guido Adler)

1918–32 mietete sich Webern in Mödling in der Villa Neusiedlerstraße 58 ein, um seinem Freund und Lehrer Arnold Schönberg nahe sein zu können.

Webern schaltete sich sehr aktiv in das Mödlinger Kulturleben ein:

  • 1918–22 Mitwirkung in dem von Schönberg gegründeten Verein für musikalische Privataufführungen
  • 1921–26 Leitung des Mödlinger Männergesangvereins
    • 1923 Aufführung der Es-Dur Messe von F. Schubert
    • 1925 Aufführung der f-moll Messe von A. Bruckner
  • 13.4.1924 Benefizveranstaltung in der evangelischen Kirche mit dem Streichquartett: A. Schönberg, A. v. Webern, R. Kolisch und ein Herr Ing. Brenner

1921 Weberns Werke erschienen in der Universal-Edition.

1924/25 schrieb Webern erstmals Werke in Schönbergs 12-Ton-Technik. Schönberg und Berg wendeten diese Technik der zwölf nur aufeinander bezogenen Töne für große Formen an, Webern in der kleinen, hochkonzentrierten Form. Strawinsky schreibt dazu: „…und er begann seine Diamanten zu schleifen, von deren Minen er eine so vollkommene Kenntnis hatte.“

Werke, insgesamt 31 Werke mit Opus-Zahl, davon in seinen Mödlinger Jahren:

  • Op.14 6 Lieder nach Gedichten von Georg Trakl, für Gesang und Kammerensemble
  • Op.15 5 geistliche Lieder für Gesang und Kammerensemble
  • Op.16 5 Canons nach lateinischen Texten für Gesang und Kammerensemble
  • Op.17 3 Volkstexte für Gesang und Kammerensemble
  • Op.18 3 Lieder für Gesang und Kammerensemble
  • Op.19 2 Lieder für gemischten Chor und Kammerensemble
  • Op.20 Streichtrio in 2 Sätzen
  • Op.21 Symphonie in 2 Sätzen
  • Op.22 Quartett für Geige, Klarinette, Tenorsaxophon, Klavier in 2 Sätzen
  • ferner zahlreiche Werke ohne Opus-Zahl

1932 Übersiedlung nach Wien und noch im selben Jahr wieder nach Maria Enzersdorf