Arnold Schönberg

 

*13.9.1874 Wien
†13.7.1951 Los Angeles

Arnold Schönberg war Komponist, Musiktheoretiker, Kompositionslehrer, Maler, Dichter und Erfinder.

Schönbergs Zeit in Mödling

1896–98 Chormeister des Arbeitergesangsvereins „Freisinn“ in Mödling, eine Arbeitermusikbewegung, die bemerkenswerte Konzerte im Saal des einstigen Hotels „Bieglerhütte“, Wienerstr. 4, veranstaltete.

Sommer 1904 Wohnung in Mödling, Brühlerstr. 104, u.a. Arbeit am Streichquartett op. 7 d-moll, 6 Orchesterlieder op. 8, deren viertes im Autograph das Datum Mödling, 3. Juli 1904 trägt.

April 1918–1925 Wohnung im Haus Bernhardgasse 6, Ecke Scheffergasse, dem sog. Schönberghaus.

 

Herbst 1918  Gründer und Präsident des „Vereins für musikalische Privataufführungen“: nicht-öffentliche Konzerte, Einlass mit Lichtbildausweis, Untersagung von Beifall/Missfallen, keine Anwesenheit von Kritikern, mehrmalige Wiederholungen der Werke für besseren Zugang zu moderner Musik. Proben dazu fanden in Schönbergs Wohnung statt.

Groß war Schönbergs Schüler- und Freundeskreis: Alban Berg, Anton von Webern, Hanns Eissler, Rudolf Kolisch, Rudolf Serkin, Hans Swarovsky, Ernst Krenek und andere.

Zum „Jour fixe“ am Sonntag kamen auch (mit der Dampf-Tramway aus Hietzing): Adolf Loos, Alexander Zemlinsky (Schönbergs Schwager), Egon Wellesz, 1922 die beiden französischen Komponisten Darius Milhaud und Francis Poulenc. 1924 Oskar Kokoschka, er malte im Arbeitszimmer das berühmte Porträt des Komponisten.

18.10.1923 Tod von Schönbergs erster Frau Mathilde, geb. Zemlinsky
Dieser Ehe entstammten 2 Kinder: Gertrud (1902-1947) und Georg (1906-1974)

ab 1923 Entstehungszeit der ersten Zwölftonwerke (Kompositionen mit 12 nur aufeinander bezogenen Tönen), u.a.:

  • Klavierstücke op.23
  • Serenade op.24
  • Klaviersuite op.25
  • Bläserquartett op.26

23.1. 1924 großes Konzert im Stadttheater Mödling: Programm: u.a. Verklärte Nacht (Fassung f. Streichorchester), Ausschnitte aus den Gurreliedern; Ausführende: Mitglieder des Konzertvereins Mödling (gegr. 1923 von Schönbergs Schwiegersohn F. Greissle) und Schönberg-Schüler
Wegen des überwältigenden Erfolgs Wiederholung im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses

13.4.1924 Benefizkonzert in der Evangelischen Kirche, Ausführende: A. Schönberg, A. v. Webern, R. Kolisch und ein Herr Ing. Brenner

28.8.1924 Hochzeit mit Gertrude Kolisch (Schwester seines Schülers Rudolf K.) in der Evangelischen Pfarrkirche
Mit ihr hatte er 3 Kinder: Nuria (*1932), Ronald (*1937) und Lawrence (*1941)

13.9.1924 anlässlich des 50. Geburtstages Würdigung in der lokalen Presse

August 1925 Berufung als Nachfolger Ferrucio Busonis für die Leitung einer Meisterklasse für Komposition an die Preußische Akademie der Künste in Berlin


Arnold Schönberg als Maler