Andy Manndorff

(24.2.1957 – 8.9.2017)

„Ich darf mich dauernd verändern, sei es in Projekten, sei es in der Improvisation. Würde das wegfallen, wäre alles nur halb so spannend““.

Schule: Gymnasium Keimgasse in Mödling, 1979 verließ er Österreich, denn „Alles, was in der Nacht in Wien offen hatte, waren die Briefkästen“.

Beruf: Musiker (Gitarre) -> Konzerte mit dem Karnataka College of Percussion und Vienna Art Orchestra
Bühnenpartner: Georg Breinschmid, Wolfgang Reisinger, Wolfgang Puschnig, Dave Liebman, Thomas Kaufmann, Andi Schreiber und Moa Janes
Komponist, Arrangeur, Lehrer -> Vienna Music Institute

Background: Sohn des ehem. Hinterbrühler Bürgermeisters Ferdinand Manndorff und Urenkel von Ferdinand Mannlicher, Erfinder des Steyr-Mannlicher Gewehrs.

Leben: Hinterbrühl, Mödling, Amsterdam, New York, Wien

Berufung: Musik

Kompositionen:  Jazz, Kammermusik, Oper: „Larry“

Discographie:

  • Blue Glass
  • The Gatecrasher, 1992
  • Talking Elevator, 1997
  • Hakoah, 1999
  • Matter and Motion, 2001 (solo)
  • Thomas Pernes/Andy Manndorff Perndorff, 2004
  • Hard Poetry, 2004
  • Up to Scratch, 2005
  • Reports from Inside, 2007 (mit Andi Schreiber)
  • You Break It – You Own It, 2008 (manndorff trio)
  • Dirt and Soil, 2011
  • Pandora, 2016
  • u.a.

Was haben so unterschiedliche Komponisten wie Eisler, Mahler und Schönberg gemeinsam?
Diese Frage beantwortete Andy Manndorff 2001 mit dem Hinweis auf melodische Parallelen und Strukturen. Auch das Wienerlied mit seinen zahlreichen jüdischen Komponisten gehört dazu. Es sei die Melancholie und die Bösartigkeit des Wienerliedes, die ihn fasziniere: „Da geht es um den Kraftaufwand im Moment der Schwäche, wenn man das eigene Verlieren erkennt.“ Das Wienerlied sei morbid, es sei „die Beschwingtheit im Angesicht des eigenen Untergangs. Es ist, als wäre das Leben nur zu meistern, wenn man sich ständig das Sterben vor Augen hält“.