Norbert Sprongl

*30.4.1892 Obermarkersdorf bei Retz
†26.4.1983 Mödling (begr. in Gaaden)

Norbert Sprongl entstammte einem musikalischen Elternhaus:
Vater Ladislaus, ein Förster in adeligen Diensten, spielte in seiner Freizeit Tanzmusik von Strauß, Lanner und Zierer am Klavier, der Bruder der Mutter komponierte.

Bedingt durch den Beruf des Vaters verbrachte Sprongl seine Kindheit in der Oststeiermark und in Westungarn (heute Burgenland).

Ausbildung:
ab 1903 Internat in Graz, Bürgerschule, Staatliche Lehrerbildungsanstalt, Matura
Klavier-, Violin- und Orgelunterricht

Berufliche Laufbahn:

  • ab 1911 Lehrer im Bezirk Tulln
  • ab 1915 Anstellung als Lehrer in Wien
  • 1915–18 Kriegsteilnehmer
  • 1918–45 Lehrer an Wiener Volksschulen
  • 1923/33 nebenberufliches Studium an der Wiener Musikakademie:
    • Komposition bei Joseph Marx
    • Musikgeschichte bei Robert Lach
    • Klavier bei Norbert Kahrer und Franz Moser
  • 1933 Diplomprüfung in Komposition

Bald stellten sich nationale und internationale Erfolge ein:

  • 1934 Liederabend in Paris
  • 1936 Großer Saal des Wiener Musikvereins: Aufführung des Klavierkonzerts op.20

Ab 1947 lebte Norbert Sprongl in Mödling als freiberuflicher Komponist und Kompositionslehrer

Mitglied des Mödlinger Künstlerbundes

1959 Gründer der Arbeitsgemeinschaft NÖ Komponisten, Leitung bis 1972

Aufführungen von Sprongls Werken fanden in München, London, Budapest, Hannover, Brüssel, Mailand, Rom und natürlich in seiner Heimat statt.

Ehrungen und Auszeichnungen:

  • 1956 Berufstitel Professor
  • 1962 Kulturpreis des Landes Niederösterreich
  • 1962 Ehrenplakette für Wissenschaft und Kunst
  • 1962 Ehrenring der Stadt Mödling
  • 1967 Goldenes Ehrenzeichen f. Verdienste um das Land NÖ
  • 1968 Österr. Ehrenzeichen f. Wissenschaft u. Kunst
  • 1970 Ehrenmedaille in Silber der Stadt Wien
  • 1971 Mozartmedaille der Mozartgemeinde Wien
  • Ehrenmitglied d. österr. Gesellschaft f. zeitgenössische Musik
  • Ehrenmitglied d. Mozartgemeinde Wien
  • Ehrenmitglied des Mödlinger Männergesangsvereins 1848

Werke:

  • 4 Symphonien
  • 4 Klavierkonzerte
  • 2 Violinkonzerte
  • 72 Kammermusikwerke für verschiedene Besetzungen
  • ca. 100 Klavierstücke
  • Suiten
  • Serenaden
  • Lieder
  • Chöre