Sakrale Kunst in den Glaubensgemeinschaften von Mödling

Die evangelische Gemeinde A.B. in Mödling

1527 Georg Müller ist als erster protestantischer Pfarrer in Mödling tätig.

Um 1580 sind mehr als 90 % der Bevölkerung evangelisch und feiern Gottesdienst in der Spitalkirche, da St. Othmar nach dem Türkenkrieg zerstört ist.

1581 „Protestantenstein“, Steintafel von einer zerstörten Wegkapelle zwischen Mödling und Gumpoldskirchen, heute rechts neben der evangelischen Pfarrkirche aufgestellt:

„WER GERN HERT GOTTES
WORTT DER IST VON
GUETTER ART“

17. Jhdt.: Ende der Blütezeit durch Maßnahmen der Gegenreformation
         Verbot des evangelischen Schul- und Kirchenwesens
         Gottesdienste und Gebetsrunden an geheimen Plätzen

1781 Toleranzpatent von Kaiser Joseph II.:
          Religionsfreiheit für evangelische Christen

1861 Protestantenpatent von Kaiser Franz Joseph I.:
          Erlaubnis für die Gründung evangelischer Vereine

1870 Feier des ersten evangelischen Gottesdienstes im Saal der Fleischerinnung in der Holzgasse (heute Kaiserin-Elisabeth-Straße 1, ehemaliges „Hotel Mödling“)

April 1871 behördliche Genehmigung für den „Verein evangelischer Glaubensgenossen“

1874 Baubeginn einer Kirche: Architekt Eugen Sehnal/Wien, Baumeister Gerard Hendrik Duursma/Mödling

August 1874 konstituierende Gemeindeversammlung, Wahl des Presbyteriums

28. Juli 1875 Konstituierung als Pfarre für den Bereich Liesing bis Baden, Münchendorf, Hennersdorf, Leopoldsdorf und Achau

1875 1. Adventsonntag Kirchenweihe

1876-1926 Evangelischer Frauenverein: Kindergarten, Ausbildung junger Mädchen, Alten- und Krankenbetreuung

1924 Arnold Schönberg ehelicht Gertrud Kolisch in der evangelischen Pfarrkirche.

ab 1979 Die Stadt Mödling vermietet der Evangelischen Gemeinde A.B. die Waisenhauskirche zur Abhaltung von Gottesdiensten.