Sakrale Kunst in den Glaubensgemeinschaften von Mödling

St. Othmar

Von Anfang an bestand das Patrozinium des Hl. Otmar [sic], aber immer wieder (1440, 1596) wird die Kirche als (Lieb-) Frauenkirche bezeichnet.

Im Zuge der Kirchenrenovierung 1982 wurden vom Bundesdenkmalamt archäologische Grabungen durchgeführt. Laut heutigem Stand der Mauerwerksanalysen kommt für den Primärbau von St. Othmar (eine romanische Chorquadratkapelle) vermutlich das 11. oder 12. Jahrhundert in Frage. In den Grundmauern dieses romanischen Vorgängerbaus fand man einen römischen Grabstein mit Reliefdarstellungen von Venus, Herkules und eines Kriegers. Ältester Fund im Bereich von St. Othmar.

1113 erste urkundliche Erwähnung der Pfarre Mödling (Schenkung an das Stift Melk)

1252 von den Ungarn zerstört

13.–15. Jh. gotische Vorgängerbauten

13. Mai 1454 Grundsteinlegung für den heutigen Kirchenbau

1525 Kirchweih des heutigen Baus

1529 Zerstörung der Kirche im 1. Türkenkrieg

12. November 1556 Ferdinand I. überträgt das Patronat der Pfarre dem Rat von Mödling

1643 Ein Blitzschlag zerstört Fenster und Maßwerk.

1679 Pest

1683 2. Türkenkrieg, die Stadt und die Othmarkirche sind zerstört, das Gewölbe bleibt erhalten.

1690–1760 Barockisierung der Othmarkirche: Thomas-, Nepomuk-, Taufe-Jesu-, Annenaltar, Kanzel

1760 Maria Theresia stiftet den Hochaltar

1875–1897 Regotisierung der Othmarkirche

1904 Umbauten (Haupt-, Nebeneingang)

1938–1945 Unterkirche dient als Luftschutzraum

1969 Entfernung der Pfeileraltäre, 1. Kirchenheizung

1982/83 Renovierung und Anpassung an die Liturgiereform des 2. Vatikanischen Konzils

1984 Weihe der neuen Orgel

1995/96 Dacherneuerung