Sakrale Kunst in den Glaubensgemeinschaften von Mödling

St. Martinskirche

Diese nicht mehr bestehende Kirche, die sich auf dem Areal der heutigen Waisenhauskirche befand, wird heute als älteste Kirche der Stadt bezeichnet. Martinskirchen, geweiht dem fränkischen Nationalheiligen, Martin von Tours, entstanden in unserem Land während der Zeit der Karolinger (9.Jh.).

8. September 903 erste urkundliche Erwähnung von „Medilihha“ wenige Jahre vor dem Ende der karolingischen Siedlungsepoche

11. November 1236 Erwähnung von St. Martin in einer Urkunde von Herzog Friedrich II. als Pfarrkirche

1475 ist die Martinskirche noch als solche dokumentiert, im weiteren Verlauf der wechselvollen Geschichte (Brände, Türkenkriege 1529/1683) wird St. Othmar zur Pfarrkirche.

1738 Graf von Korzensky kauft das Grundstück rund um die Kirche (eine Allee, Brunnen, eine Einsiedelei entstehen)

1773 Graf von Korzensky trägt die Kosten einer Sanierung

1787 Auflösung und Abbruch von St. Martin, Versteigerung der Inneneinrichtung, ein romanisches Taufbecken bleibt erhalten (heute in der Waisenhauskirche).

St. Martin war umgeben vom alten Mödlinger Friedhof, auf dem bis zur Eröffnung des Friedhofs am Eichkogel im Jahr 1876 Beerdigungen stattfanden.

Von diesem Friedhof sind noch erhalten:

  • Pieta, 1694, heute auf dem Kirchenplatz von St. Othmar
  • 4 Putten mit Laternen, heute vor der Begräbnisstätte des Waisenhauses auf dem Mödlinger Friedhof
  • Gemälde aus der Gruftkapelle der Familie Vargemont, heute im Museum Mödling (Festsaal)