Sakrale Kunst in den Glaubensgemeinschaften von Mödling

Das Kapuzinerkloster

1631 Johann Baptist Verda von Verdenberg, erster Hofkanzler der österreichischen Hofkanzlei, stiftet im Zuge der Gegenreformation ein Kapuzinerkloster.
Baumeister: Matthias Piazoll (wie die Verdas aus Como bei Mailand stammend)

15. August 1632 Weihe der Kirche durch Bischof Philipp Friedrich Breuner, Patrozinium: Maria Himmelfahrt

Das Mödlinger Kapuzinerkloster befand sich nicht im Eigentum des Ordens, der Stifter hatte für die Erhaltung zu sorgen.

Erfolgreiche Rekatholisierung Mödlings: Die Mönche, als volksverbunden und bodenständig geschätzt, hatten mehr Zulauf als die von protestantischen Predigern entfremdete Spitalkirche und die nach dem 1. Türkenkrieg noch immer als Ruine dastehende Othmarkirche.

13. Juli 1683 Mödling wird von den Türken zerstört, ebenso das Kloster, nur die Kirche bleibt halbwegs intakt.

schon 1684 neuerliche Einweihung der Kirche

Das Aussterben der Stifterfamilie bedeutet das Ende der finanziellen Absicherung.

16. August 1785 Klosteraufhebung durch Kaiser Joseph II.

Die Kirche und das Klosterareal erleben nach 1785 verschiedenste Nutzungen und einen oftmaligen Besitzerwechsel. 1957 wurde das „Thonetschlössl“ (benannt nach dem Möbelfabrikanten Jakob Thonet, der 1922 das Haus erwarb) von der Stadt Mödling angekauft und wird seit 1965 als Bezirksmuseum genutzt.