Sakrale Kunst in den Glaubensgemeinschaften von Mödling

Paramente

Unter Paramenten versteht man die im Kirchenraum und in der Liturgie verwendeten Textilien.

Die Stola ist schalartig, beiderseits etwa knielang und Zeichen des priesterlichen Amtes, getragen bei allen Sakramentsfeiern, Wortgottes-diensten, Andachten und Segenshandlungen, unter Umständen z.B. am Krankenbett über der Alltagskleidung, sonst unter dem Messgewand. Der Diakon trägt sie diagonal über Brust und Rücken.

Der Manipel ist ein bestickter Stoffstreifen, vor der Liturgiereform über der linken Hand von Inhabern höherer Weihen (ab dem Subdiakonat) getragen.

Die Kasel (von lat. Casula „Zelt“, „Häuschen“) wird gedeutet als Erinnerung an das Zeltheiligtum, das die Israeliten bei ihrer Wüstenwanderung mit sich führten. Es ist ein ärmelloser Überwurf mit Kopfausschnitt in der liturgischen Farbe des Tages oder des Anlasses. Die Kasel wird heute ausschließlich zur Feier der Heiligen Messe (Ausnahme: Karfreitagsliturgie) getragen und daher allgemein als „Messgewand“ bezeichnet. Seit der Liturgiereform werden vor allem modern-gotische Kaseln, „Glockenkaseln“, getragen.

Das Pluviale (= „Regenmantel“, auch Chormantel oder Vespermantel), ein von der Kasel abgeleitetes Obergewand, wird heute bei Andachten, Prozessionen und Begräbnissen getragen.

Die Dalmatik (lat. Dalmatica, aus Dalmatien stammend) ist das festliche, kurzärmelige Obergewand des Diakons in der jeweiligen liturgischen Farbe, das insbesonders bei Hochämtern und liturgischen Prozessionen getragen wird.

Das Kelchvelum ist ein Tuch zur Verhüllung des Kelches.

Die Bursa ist eine aufklappbare Tasche mit versteifter Einlage zur Aufbewahrung und Aufnahme des Korporales (ein quadratisches Tuch als Unterlage für Kelch und Hostienschale während der Messfeier).