Brunnentrilogie

Im Zuge der Neugestaltung der Hauptstraße in Mödling in den Jahren 2011/2012 entwickelte sich die Vision, Wasser- und Brunneneinbauten als Ruhezonen in die Fußgängerflächen einzubinden und diese Orte zusätzlich mit „Kunst im Öffentlichen Raum“ zu gestalten.

Die künstlerische Gestaltung der „Wasserskulpturen“ wurde der international anerkannten Mödlinger Porzellankünstlerin Gundi Dietz übertragen. In enger Zusammenarbeit mit dem planenden Architekten der Hauptstraße, Christoph Schmidt-Ginzkey, entstanden in einem mehrjährigen Prozess metallene Skulpturen, die die Ausgangs- und Endpunkte eines in Niederösterreich einzigartigen Wasser- und Brunnensystems bilden.

Beginn der Mödlinger Wassermeile ist der Brunnen am Josef-Deutsch-Platz: den Händen der liegenden Quellnymphe „Medilihha“ aus Goldbronze entspringt ein Wasserstrahl, der die Hauptstraße entlang ostwärts fließt. Der Name Medilihha leitet sich von der ersten namentlichen Erwähnung Mödlings im Jahr 903 ab und bedeutet übertragen „Dunkler Waldbach“. Mödlings Geschichte ist also dicht mit dem Wasser des Mödlingbaches und den Trinkwasserquellen an den Abhängen des Berges Anninger verwoben. Die Skulptur „Medilihha“ wurde im Jahr 2012 geschaffen.  

Brunnenskulptur „Medilihha“ Foto © Tietze-Tilley

Auf Höhe Hauptstraße 40 verliert sich der gegen Osten fließende Wasserfaden in einem Brunnenlabyrinth, bei dem mit Wasserniveaus, Strömungsrichtungen und Lichteffekten gespielt wird. Die stehende aluminiumsilberne Nymphe „Undine“ verfolgt nachdenklich die Spur des Wassers in die Tiefe, zu der es auch sie hinzieht. Die Skulptur „Undine“ wurde im Jahr 2015 geschaffen. 

Brunnenskulptur „Undine“
Enthüllung 2.5.2015 – BGM Hans Stefan Hintner und Gundi Dietz

Ein dritter Brunnen auf der anderen Seite der Hauptstraße bildet den Endpunkt der Mödlinger Brunnenmeile: der kolossale Bronzekopf der „Aurora“, vom Mienenspiel allem Raum und aller Zeit entrückt, hebt sich aus dem Wasser und krönt einen in Formstein und Edelstahl gestalteten Brunnen. Dieser schlägt mit den zeitgemäßen Baustoffen Beton, Edelstahl und Holz eine Brücke zwischen Wasser und Land, dem in Bewegung befindlichen Wasser und den unbewegten Flächen des Platzes. Die Skulptur „Aurora“ wurde im Jahr 2012 geschaffen. 

Brunnenskulptur „Aurora“